
Kapelle Alighieri
Kapelle Alighieri
Kapelle Alighieri
Audio-Transkription
Die einräumige Oberkirche San Fermo endet in fünf Apsiden und zeichnet sich durch zahlreiche Altäre und Seitenkapellen aus. Die erste, in der rechten Ecke des Querschiffs, ist die Kapelle Alighieri aus dem 16. Jahrhundert.
Hier sind die letzten direkten Nachkommen des Autors der Göttlichen Komödie begraben: Pietro IV. und Ludovico Alighieri. Dante fand während seiner Flucht aus Florenz mehrfach Exil in Verona. Sein Sohn Pietro ließ sich schließlich dauerhaft hier nieder und dessen Nachkommen blieben in der Stadt der Scaliger. Das Altarbild aus dem Jahr 1547 ist ein Werk von Giovanni Battista del Moro und stellt die Jungfrau mit dem Kind und den Heiligen dar. Über der Kapelle sind noch wunderschöne Fresken aus dem 14. Jahrhundert mit Szenen aus dem franziskanischen Leben erhalten, darunter die prächtige Szene der Einkleidung des heiligen Ludwig von Toulouse. In der nahegelegenen Nebenapsis, unter dem Kruzifix und hinter dem Gitter, befindet sich eine Beweinung Christi von Giovanni di Rigino, einem bedeutenden Veroneser Bildhauer des 14. Jahrhunderts. Daneben liegt die Barockkapelle der Passion Jesu mit der Kreuzigung von Domenico Brusasorzi. Unter den marmornen Verkleidungen wurden Fresken aus dem 14. Jahrhundert freigelegt, darunter eine Darstellung des heiligen Georg, der den Drachen tötet.


